Worauf man beim Kauf von Treppenschutzgitter achten sollte

Wer sich mit dem Kauf eines Treppenschutzgitters befasst hat die Qual der Wahl. Die Auswahl ist riesig und man kann hier schnell überfordert sein.
Einige Modelle lassen sich schnell aussortieren, da die Anforderungen klar gestellt werden. Eine spezielle Breite muss das Türschutzgitter haben, was gerade bei breiteren Durchgängen einige Modelle direkt aussortiert. Zudem sollte man sich vorher Gedanken machen, ob man das Gitter an die Wand bohren oder klemmen möchte. Und natürlich spielt auch die Optik eine Rolle. Wer nicht unbedingt ein weißes Metallgestell haben möchte, muss nicht mehr so viele verschiedene Anbieter vergleichen.

Danach gibt es ein paar Dinge, auf die man beim Kauf des Treppenschutzgitters achten sollte.

Die Schutzgitter sollten eine Höhe von mindestens 65 Zentimeter haben. Dadurch kann man sich sicher sein, dass das Kind nicht so einfach hinüber klettern kann. Die meisten Treppenschutzgitter sind übrigens nur bis zu einem Alter von 24 Monaten getestet. Mit zwei Jahren sollte das Kind normalerweise Treppen auch gut alleine meistern können.

Man sollte einmal schauen, ob das Treppenschutzgitter eine Stolperstufe hat. Das ist eine Querstrebe am Boden, die schnell zur Stolperfalle werden kann. Gerade oben an der Treppe ist das nicht empfehlenswert. Bei der Monate ohne Bohren hat man hier jedoch eher keine Wahl.

Gesetzliche Vorgaben bei Treppenschutzgittern

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine DIN EN 1930 Norm. Alle in Deutschland produzierten und importierten Treppenschutzgitter müssen der Norm entsprechen. Damit werden technische Mindestanforderungen gewährleistet und sollen die Sicherheit des Kindes gewährleisten. Auf Basis dieser Norm wurde im Übrigen die Mindesthöhe von 65cm festgelegt.

Zusätzlich kann man prüfen, ob das gewünschte Modell das GS-Zeichen erhalten hat. Das ist das europaweit bekannteste Prüfzeichen und steht für Geprüfte Sicherheit. Der TÜV vergibt dieses Zeichen beispielsweise bei seinen Prüfungen. GS verspricht entsprechend eine erhöhte Sicherheit, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Ansonsten helfen immer Erfahrungen und Empfehlungen im Freundes- und Bekanntenkreis.

Treppenschutzgitter ohne Bohren anbringen

Noch vor einigen Jahren war es Gang und Gebe, dass die Bohrmaschine rausgeholt wurde, wenn etwas an der Wand befestigt werden sollte. Das sorgte jedoch immer wieder für Probleme. In Mietwohnungen ist es beispielsweise nicht zwingend gestattet überall Löcher zu bohren. In Fliesen mag nicht jeder bohren. Bei Treppengeländern ist das oftmals gar nicht möglich. Zu guter Letzt kann das auch ästhetische Gründe haben. Erst recht, wenn es um die Befestigung von Dingen geht, die nur temporär angebracht werden sollen – wie Treppenschutzgitter.

Diese werden meistens nur für wenige Jahre benötigt. Danach werden sie wieder abmontiert und dann bleiben bei der herkömmlichen Methode Löcher in den Wänden, die zugespachtelt und neu gestrichen werden müssen. Das nervt, ist zusätzliche Arbeit und sieht nicht immer schön aus.

Deshalb gibt es auch im Bereich Treppenschutzgitter Systeme, die ganz ohne Bohren angebracht werden können. Anstelle von Schrauben und Dübeln kommen hier Schraubgewinde zum Einsatz, die für hohe Stabilität sorgen. Das Türschutzgitter wird bei der Montage am richtigen Ort platziert. Dann wird so lange an den Gewinden gedreht, bis das Gitter felsenfest sitzt. Der Untergrund sollte dabei selbstverständlich entsprechend eben sein, um einen optimalen Halt zu gewährleisten.

Was man bei Treppenschutzgittern im Klemmsystem beachten sollte

Was so optimal klingt, hat aber auch seine Nachteile. So kann es immer wieder vorkommen, dass sich das Gewinde beim regelmäßigen Gebrauch lockert und sich die Tür dann nicht mehr sauber schließen oder öffnen lässt. In diesem Fall kann man den notwendigen Halt aber durch einige neue Umdrehungen problemlos wieder herstellen.

Nach der Montage können auch hier Reste sichtbar bleiben. Der Druck des Gewindes kann eine entsprechende Druckstelle in der Tapete hinterlassen. Gegebenenfalls sieht man einen leichten Farbunterschied. Gleichzeitig kommen zwar einige Treppenschutzgitter ohne Schrauben aus, müssen aber zusätzlich noch mit Klebestreifen fixiert werden, die dann auch entsprechend entfernt werden müssen.

Was für viele trotz der leichten Montage ein Nachteil sein dürfte ist die Stolperstufe. Da das Türschutzgitter nicht fest an der Wand geschraubt werden kann, müssen diese Modelle durch die Gewinde oben und unten fixiert werden. Was dazu führt, dass unten ein Metallstück entlangführt, über das man jedes Mal steigen muss. Gerade bei Treppen kann das gefährlich sein.

Bei manchen Installationen kommt man um ein Türschutzgitter-System „ohne Bohren“ nicht herum. Generell ist eine feste Montage mit Schrauben immer zu empfehlen.

Einen Kamin kindersicher machen

Wer einen Kamin im Haus hat und diesen auch tagsüber zum Heizen verwendet, sollte sich mit dem Thema Sicherheit beschäftigen. Feuer zieht Kinder seit Unzeiten an. Das Flacken, das Knacken und die Wärme ziehen nicht nur Erwachsene an. Auch wenn Kinder früh lernen, dass sie vorsichtig sein sollte, wenn etwas heiß ist, so vergessen sie all das gern mal oder wollen dann doch einfach die Grenzen austesten.

Dabei ist es ziemlich egal, ob man einen offenen Kamin besitzt, einen Kachelofen oder einen Kaminofen. Alle erzeugen Hitze und sind an einzelnen Stellen des Kamins heiß. Der offene Kamin birgt hier durch das direkte Feuer für eine besondere Gefahr. Also Vorsicht und idealerweise vorbeugen!

Wer seinen Kamin oder Ofen vor kleinen Kinderhänden schützen möchte, der kann auch hier ein Treppenschutzgitter verwenden. Dabei kommen die Modelle in Frage, bei denen sich einzelne Komponenten kombinieren lassen. Denn diese sind nicht nur für lange Treppenaufgänge und Durchbrüche praktisch, sondern auch beim Schutz von Kaminen.

Treppenschutzgitter-Systeme sind flexibel. Sowohl, was die Länge angeht, als auch die Aufstellungsart. In der Regel kann man die Einzelteile so zusammenstecken, dass man einen Halbkreis erschaffen kann. Den muss man dann nur noch links und rechts vom Kamin an die Wand schrauben. Fertig ist die Kindersicherung des Kamins durch ein Treppenschutzgitter.

Treppenschutzgitter für breite Durchgänge

In der Regel sind Türen und Durchgänge genormt oder fallen zumindest in eine Gesamtbreite, die sich durch alle gängigen Treppenschutzgitter leicht sichern lassen. Die meisten Systeme sind in der Breite flexibel und decken somit den Großteil der Anwendungsbeispiele ab. Probleme bekommt man allerdings dann, wenn man einen breiten Durchgang kindersicher machen möchte. Alles, was breiter als zwei Meter ist, gestaltet sich dann schnell als kompliziert.

Das ist besonders in Häusern der Fall, die im Laufe der Zeit umgebaut wurden. In der Regel sorgen Durchbrüche dafür, dass Hausbesitzer mit besonderen Situationen konfrontiert werden. Bei uns im Haus ist es zusätzlich der Fall, dass ein Durchbruch vorgenommen wurde für einen großen Anbau, der nur durch zwei Stufen erreichbar ist. Hier mussten wir ein Treppenschutzgitter auf einer Breite von knapp vier Metern überbrücken. In eher seltenen Fällen benötigt man eine Überbreite beim Schutzgitter zur Treppensicherung – wer wohnt schon in einer Villa mit einer einladenden Treppe ins Obergeschoss.

Aber auch hier gibt es Lösungen und Möglichkeiten. Einige Anbieter von Türschutzgitter haben sich einfache Kombinationssysteme einfallen lassen. Dabei kann man verschiedene Modelle und Breiten leicht miteinander verbinden. Dadurch kann man einen Treppenschutz für die gewünschte Breite zusammenstellen.

Probleme mit Treppenschutzgittern bei breiten Durchgängen

Dabei sorgt die Breite jedoch für ein weiteres Problem. Je breiter der Durchgang, desto instabiler wird die gesamte Konstruktion. Hier gilt es ganz besonders auf die Bemerkungen der Händler zu achten. In der Regel hilft es dabei, dass man einen kleinen Bogen zusammenstellt und das Treppenschutzgitter nicht in einer Linie aufstellt. Das verschafft zusätzliche Stabilität. Das sollte bei dieser besonderen Art der Konstruktion beachtet werden. Man sollte sich also bei der Zusammenstellung und Bestellung von Treppenschutzgittern einen entsprechenden Puffer einrechnen.

Obendrein eignet sich für so eine große Distanz die Klemmtechnik nicht. Hier muss zwingend gebohrt werden. Aus Stabilitätsgründen und weil man nur so die maximale Sicherheit garantieren kann.

Warum man Treppenschutzgitter bereits bei zwei Stufen anbringen sollte

Wer über die Sicherung des Hauses nach der Geburt des Kindes nachdenkt, dem fallen zuerst Steckdosen und Treppen ein. Da man hier schon viel beschäftigt ist, werden beispielsweise einzelne Treppenstufen übersehen. Doch gerade für Babys können schon ein oder zwei Stufen zur Gefahr werden. Aus diesem Grund sollte man gerade in den ersten ein bis zwei Jahren auch diese Stufen nicht vergessen und sie vorsichtshalber mit Treppenschutzgittern zu versehen.

Gerade bei breiten Durchgängen oder Durchbrüchen kann die Suche nach dem geeigneten Treppenschutzgitter komplizierter werden. Denn oftmals sind die Modelle für normale Türen vorgesehen. Auch wenn diese kein Standardmaß haben, ab zwei Metern Breite braucht man entsprechende Alternativen. Deshalb haben einzelne Anbieter Varianten mit kombinierbaren Schutzgittern entwickelt. Diese lassen sich beliebig erweitern und auf die gewünschte Breite bringen.

Dabei sollte man beachten, dass man sich Anleitungen genau durchliest, bis zu welcher Breite eine maximale Sicherheit gewährleistet ist. Denn je länger das Treppenschutzgitter, desto wackeliger und instabiler kann dieses werden. Hier besteht die Gefahr, dass das Gitter bei einem mittleren Druck nachgibt und damit keine Hürde mehr darstellt.

Wo man Treppenschutzgitter idealerweise anbringt

Bei einzelnen Stufen besteht dann noch die Frage, wo das Treppenschutzgitter angebracht wird. Oben an der Treppe, unten oder mittendrin. In der Regel würde ich empfehlen, dass der Treppenschutzgitter oberhalb der Stufen befestigt wird. Die erste Gefahr besteht schließlich darin, dass ein Baby die Stufen hinunter rutscht. Gleichzeitig lässt man dem Nachwuchs die Möglichkeit zu lernen, sich an Treppenstufen von unten hochzuziehen und auf die Stufe zu setzen.

Wenn man drei oder vier Treppenstufen sichern muss, macht es sicherlich auch Sinn, das Türschutzgitter auf der ersten Stufe von oben zu montieren. Dann nur daran denken, dass sich die Tür „nach unten hin“ öffnet.